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CAD/CAM Fräsmaschinen für Dentallabore: Welche lohnt sich 2025?
Meisterstück Dental · Fachwissen für Zahntechnik-Labore
Die Fräsmaschine ist das Herzstück des digitalen Dentallabors. Egal ob Zirkon, PMMA, Glaskeramik oder Wachs — ohne die richtige Fräsmaschine kommt kein digitaler Workflow zum Abschluss. Der Markt bietet 2025 eine breite Palette: von kompakten Einsteigermaschinen bis zu vollautomatisierten Hochleistungssystemen.
Wir haben die wichtigsten Modelle für Dentallabore unter die Lupe genommen — nach Achsanzahl, Materialkompatibilität, Systemoffenheit und Kosten. Damit Sie die richtige Entscheidung für Ihr Labor treffen.
Kurz zusammengefasst:
vhf überzeugt durch offene Systeme und Materialflexibilität. Amann Girrbach punktet beim integrierten Workflow. Dentsply Sirona inLab ist der Standard im CEREC-Ökosystem. Ivoclar PrograMill ist die Premium-Wahl für Hochleistungslabore.
1. Grundlagen: Was unterscheidet Dental-Fräsmaschinen?
Nassschleifen vs. Trockenfräsen
Der wichtigste technische Unterschied liegt in der Bearbeitungsart:
– Nassschleifen: Für Glaskeramiken (IPS e.max, Celtra), Hybridkeramiken und PMMA. Kühlmittel verhindert thermische Schäden am Material.
– Trockenfräsen: Standard für vorgesintertes Zirkonoxid und Kobalt-Chrom. Schnell, kein Kühlmittel nötig, aber staubreiche Umgebung.
– Kombination (Nass+Trocken): Moderne Maschinen wie die vhf R5 oder E5 kombinieren beide Methoden — maximale Flexibilität für das Labor.
4-Achs vs. 5-Achs
Die Achsanzahl bestimmt, wie komplex die Geometrien sind, die eine Maschine fräsen kann:
4 Achsen: Ausreichend für Einzelzahnrestaurationen, Inlays, Kronen. Günstiger in der Anschaffung.
5 Achsen: Notwendig für Brücken, Teleskope, Implantataufbauten und komplexe Geometrien. Standard im modernen Dentallabor.
Offenes vs. geschlossenes System
Offene Systeme (vhf, imes-icore) akzeptieren STL-Dateien aus beliebigen CAD-Programmen und Scanner-Systemen. Geschlossene Systeme (CEREC-Workflow) bevorzugen den herstellereigenen Datenpfad, bieten dafür aber nahtlose Integration.
Empfehlung für Labore:
5-Achs + Nass/Trocken-Kombination + offenes System ist 2025 der Goldstandard für Dentallabore, die flexibel und zukunftssicher arbeiten wollen.
2. Die wichtigsten Fräsmaschinen im Überblick
|
Modell |
Achsen |
Bearbeitung |
System |
Zirkon |
Glaskeramik |
PMMA |
Klasse |
|
vhf R5 |
5 |
Nass+Trocken |
Offen |
✓ |
✓ |
✓ |
Labor |
|
vhf E5 |
5 |
Nass+Trocken |
Offen |
✓ |
✓ |
✓ |
Labor |
|
vhf Z4+ |
4 |
Nass |
Offen |
— |
✓ |
✓ |
Praxis/Labor |
|
Amann Girrbach Motion 3 Air |
5 |
Trocken |
Halb-offen |
✓ |
— |
✓ |
Labor |
|
Dentsply inLab MC X5 |
5 |
Nass+Trocken |
Offen/CEREC |
✓ |
✓ |
✓ |
Labor |
|
Ivoclar PrograMill PM7 |
5 |
Nass+Trocken |
Offen |
✓ |
✓ |
✓ |
Premium-Labor |
|
CEREC Primemill |
5 |
Nass+Trocken |
Offen/CEREC |
✓ |
✓ |
✓ |
Chairside |
|
imes-icore 350i |
5 |
Nass+Trocken |
Offen |
✓ |
✓ |
✓ |
Labor |
3. Die Top-Modelle im Detail
vhf R5 & E5 — der Allrounder für Dentallabore
Der deutsche Hersteller vhf camfacture ist im deutschsprachigen Dentalmarkt besonders stark vertreten. Die R5 ist das Flaggschiff: 5-Achs, Nass-Trocken-Kombination in einem Gerät ohne zusätzliches Nassmodul — dank der integrierten DirectClean-Technologie.
Stärken: Offenes System, alle Materialien, exzellentes Absaugkonzept, einfache Reinigung, Made in Germany
vhf E5: Die etwas kompaktere Alternative mit separatem Nassmodul — ebenfalls 5 Achsen, offen und sehr verbreitet in deutschen Dentallaboren
Ideal für: Dentallabore, die auf Materialflexibilität und ein offenes Ökosystem setzen
Amann Girrbach Ceramill Motion 3 Air — der integrierte Workflow
Amann Girrbach bietet ein ausgereiftes Gesamtpaket aus Scanner, CAD-Software (Ceramill Mind) und Fräsmaschine. Die Motion 3 Air ist kompakt, hat einen integrierten Kompressor und benötigt keinen externen Druckluftanschluss — ideal für kleinere Labore ohne entsprechende Infrastruktur.
Stärken: Nahtloser Ceramill-Workflow, kein Druckluftanschluss nötig, kompaktes Design
Einschränkungen: Ceramill-Software erfordert jährliche Lizenzgebühren; Workflow am stärksten im Amann-Ökosystem
Ideal für: Praxislabore und kleinere Dentallabore, die einen geschlossenen, einfach zu bedienenden Workflow bevorzugen
Dentsply Sirona inLab MC X5 — der Labor-Standard im CEREC-Ökosystem
Die inLab MC X5 ist die Laborversion des CEREC-Systems. Als 5-Achs-Nass-Trocken-Maschine mit offenem STL-Anschluss bearbeitet sie alle gängigen Materialien und lässt sich sowohl in den CEREC-Chairside-Workflow als auch in offene Laborsysteme integrieren.
Stärken: Nahtlose CEREC-Integration, offenes System, Easy-Clean-Konzept, bewährte Technologie
Ideal für: Labore, die mit vielen CEREC-Praxen zusammenarbeiten und einen reibungslosen Datenaustausch wollen
Ivoclar PrograMill PM7 — die Premium-Wahl
Die PrograMill PM7 von Ivoclar ist die Hochleistungsmaschine für anspruchsvolle Labore: 5 Achsen, Hybridmodus (Nass+Trocken), automatischer Werkzeugwechsler mit mehreren Positionen und ein integrierter Ionisator für Zirkon. Perfekt für Labore mit hohem Durchsatz.
Stärken: Maximale Automatisierung, Werkzeugwechsler, Ionisator, alle Materialien, IPS e.max optimiert
Ideal für: Mittlere bis große Dentallabore mit hohem Volumen und hohen Qualitätsansprüchen
Fräswerkzeuge nicht vergessen:
Die Qualität der Fräser ist genauso entscheidend wie die Maschine selbst. Wir führen kompatible CAD/CAM-Fräser für alle gängigen Laborfräsmaschinen — CE-zertifiziert und für lange Standzeiten optimiert. Jetzt im Shop entdecken.
4. Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Druckluft — unterschätzter Faktor
Viele Fräsmaschinen benötigen einen externen Druckluftanschluss. Das ist in etablierten Laboren Standard, bei Neugründungen oder Umzügen aber ein zusätzlicher Installationsaufwand. Maschinen wie die Amann Girrbach Motion 3 Air mit integriertem Kompressor umgehen dieses Problem.
Materialstrategie zuerst, Maschine danach
Die wichtigste Frage vor dem Kauf: Welche Materialien wollen Sie hauptsächlich verarbeiten? Wer viel Zirkon fräst, braucht eine starke Trockenbearbeitungsmaschine. Wer viel Glaskeramik und PMMA verarbeitet, braucht eine gute Nassbearbeitung. Die Kombination beider ist die flexibelste — aber auch teuerste — Lösung.
Fräswerkzeug-Verfügbarkeit prüfen
Achten Sie darauf, dass kompatible Fräser für das Gerät langfristig verfügbar und zu vernünftigen Preisen zu bekommen sind. Proprietäre Werkzeuge können auf Dauer teuer werden. Offene Systeme haben hier klare Vorteile — die Fräser sind von mehreren Anbietern erhältlich.
Software und CAD-Integration
Fräsmaschinen benötigen CAM-Software, die aus den CAD-Daten den Fräsauftrag generiert. Prüfen Sie, ob die Software Ihrer bevorzugten CAD-Lösung (exocad, 3Shape, Ceramill Mind) kompatibel ist und ob Lizenzgebühren anfallen.
Kauftipp:
Lassen Sie sich vor einer Investitionsentscheidung immer eine Live-Demo mit Ihrem eigenen Probenmaterial zeigen. Erst im realen Betrieb zeigen sich Fräsqualität, Geräuschpegel und Bedienfreundlichkeit einer Maschine wirklich.
5. Investitionskosten im Überblick
|
Modell |
Anschaffung (ca.) |
Achsen |
Druckluft |
Software-Abo |
|
vhf Z4+ |
ab ~15.000 € |
4 |
Ja |
Nein |
|
vhf E5 |
ab ~25.000 € |
5 |
Ja |
Nein |
|
vhf R5 |
ab ~30.000 € |
5 |
Ja |
Nein |
|
Amann Girrbach Motion 3 Air |
ab ~20.000 € |
5 |
Nein (intern) |
Ja (Ceramill) |
|
Dentsply inLab MC X5 |
ab ~30.000 € |
5 |
Ja |
Je Workflow |
|
Ivoclar PrograMill PM7 |
ab ~45.000 € |
5 |
Ja |
Nein |
|
CEREC Primemill |
ab ~35.000 € |
5 |
Ja |
Je Workflow |
Hinweis: Alle Preisangaben sind Richtwerte ohne Gewähr — tatsächliche Preise variieren je nach Konfiguration, Zubehör und Händlerkonditionen. Leasing-Modelle sind bei allen Herstellern verfügbar und können die Investition deutlich strecken.
6. Fazit: Die richtige Maschine für Ihr Labor
Eine Universalempfehlung gibt es nicht — aber klare Tendenzen für verschiedene Labortypen:
– Kleines Labor / Einstieg: vhf Z4+ oder Amann Girrbach Motion 3 Air — kompakt, erschwinglich, zuverlässig
– Mittleres Labor / Allrounder: vhf E5 oder R5 — offenes System, maximale Materialflexibilität, bewährte Qualität
– CEREC-Praxispartner: Dentsply inLab MC X5 — nahtlose Integration, offenes System
– Hochleistungslabor: Ivoclar PrograMill PM7 — maximale Automatisierung und Präzision
– Chairside-Praxis: CEREC Primemill — der Standard für die Praxis mit eigenem Workflow
Ihr nächster Schritt:
Bei Meisterstück Dental führen wir CAD/CAM-Fräswerkzeuge für alle gängigen Laborfräsmaschinen sowie Fräsmaterialien (Zirkon, PMMA, Glaskeramik). Sprechen Sie uns an — wir beraten Sie persönlich zu Kompatibilität und Materialauswahl. ms-dentaldepot.de